Foto: Ruth Abmayr

21.10.2026
Christine Singer und Marina Jakob besuchen Unternehmen im Landkreis Günzburg

Europaabgeordnete Christine Singer und Landtagsabgeordnete Marina Jakob informieren sich über Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Herausforderungen regionaler Betriebe

Wie verbinden mittelständische Unternehmen Nachhaltigkeit mit moderner Technik? Dieser Fragen gingen die Europaabgeordnete Christine Singer und die Landtagsabgeordnete Marina Jakob bei zwei Unternehmensbesuchen im Landkreis Günzburg nach.

Erste Station war das Unternehmen RIGDON, einer der größten herstellerunabhängigen Reifenrunderneuerungsbetriebe Deutschlands. Geschäftsführer Günter Ihle gab den beiden Politikerinnen Einblicke in die Arbeitsabläufe und die technische Entwicklung des Unternehmens. Dabei wurde deutlich, welche wichtige Rolle moderne Technologien inzwischen auch in spezialisierten mittelständischen Betrieben spielen.

RIGDON setzt auf hochmoderne Produktionsanlagen und zunehmend automatisierte Fertigungsprozesse. Dazu gehört auch der Einsatz KI-unterstützter Robotik. Gleichzeitig leistet die Reifenrunderneuerung einen Beitrag zur Ressourcenschonung, da vorhandene Reifen weiterverwendet und wertvolle Rohstoffe eingespart werden können. „Hier sieht man eindrucksvoll, wie sich Nachhaltigkeit und Digitalisierung gegenseitig ergänzen können. Moderne Technologien helfen dabei, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig Ressourcen zu schonen. Gerade für den Mittelstand im ländlichen Raum liegen darin große Chancen“, betonte Christine Singer, die Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des Europäischen Parlaments ist.

Anschließend besuchten die beiden Abgeordneten die Zimmerei Eckert GmbH in Burtenbach. Zimmerermeister Michael Eckert führt den Familienbetrieb, der seit über 15 Jahren besteht und großen Wert auf nachhaltige Werkstoffe, umweltschonende Verarbeitungsmethoden und verantwortungsbewusste Zulieferer legt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz natürlicher Holzfaser-Dämmstoffe. Diese bieten zahlreiche Vorteile: Sie tragen zu einem angenehmen und gesunden Raumklima bei, schützen im Winter vor Wärmeverlust und helfen im Sommer, die Hitze draußen zu halten. Gleichzeitig kann Holz als nachwachsender Rohstoff Kohlenstoff langfristig speichern. Auch beim Schall- und Brandschutz sowie bei der energetischen Sanierung bestehender Gebäude spielen solche Materialien eine wichtige Rolle.

Für Marina Jakob, Sprecherin für Umwelt und Verbraucherschutz, zeigt der Betrieb, wie sich Klimaschutz und traditionelles Handwerk miteinander verbinden lassen: „Nachhaltigkeit beginnt oft direkt vor unserer Haustür. Die Zimmerei Eckert zeigt, wie mit regionalem Handwerk, natürlichen Baustoffen und viel Fachwissen ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet werden kann. Solche Betriebe sind ein wichtiger Bestandteil unserer regionalen Wirtschaft.“

Für Christine Singer waren die beiden Besuche eine wertvolle Gelegenheit, die Vielfalt und Innovationskraft des Mittelstands im Landkreis Günzburg kennenzulernen. „Beide Unternehmen zeigen, wie vielfältig die Herausforderungen und Lösungsansätze unserer mittelständischen Betriebe sind. Mir gefällt besonders, wie selbstverständlich hier wirtschaftliches Denken, Nachhaltigkeit und moderne Technologien zusammenkommen. Diese Einblicke sind für meine politische Arbeit auf europäischer Ebene sehr wertvoll“, so Singer.

Auch Marina Jakob freute sich über den Besuch ihrer Kollegin aus dem Europäischen Parlament. Beide Politikerinnen stehen in engem Austausch über die Anliegen des ländlichen Raums und die Herausforderungen für Unternehmen vor Ort.

„Mir ist wichtig, dass wir die Erfahrungen und Anliegen unserer Betriebe direkt aufnehmen und in die politische Arbeit einbringen. Der enge Austausch zwischen Landes- und Europapolitik ist dabei besonders wertvoll. Ich freue mich sehr, dass Christine Singer sich die Zeit genommen hat, zwei so unterschiedliche und interessante Unternehmen in unserem Landkreis kennenzulernen“, erklärte Jakob.