Marina Jakob und Günter Durach jun. Bild Michaela Meier

09.09.2026
Marina Jakob: Besuch bei Carl Durach GmbH & Co. KG in Sand

Geschäftsführung gibt Landtagsabgeordneter Einblicke in die Produktion

Wie kommen eigentlich die Gurken ins Glas? Dieser Frage konnte die Landtagsabgeordnete Marina Jakob bei einem Besuch der Carl Durach GmbH & Co. KG in Todtenweis-Sand ganz praktisch nachgehen. Auf Einladung des Unternehmens informierte sie sich über die Produktion am Standort und tauschte sich mit den Geschäftsführern Günter Durach jun. und Stefan Tarnowski über die aktuelle Situation des Unternehmens aus.

Für die Landtagsabgeordnete war der Termin auch aufgrund ihrer persönlichen Verbundenheit mit der Gemeinde eine besondere Freude. „Während meiner Schulzeit besuchten wir das Unternehmen schon einmal. Ich habe mich sehr über die Einladung und die Gelegenheit gefreut, das Unternehmen aus meiner Heimatkommune noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen“, so Jakob.

Zu Beginn des Besuchs berichteten Günter Durach jun. und Stefan Tarnowski über das Unternehmen, seine Entwicklung und aktuelle Herausforderungen. Zur Sprache kamen dabei auch politische Rahmenbedingungen, unter anderem die geplanten Vorgaben im Bereich Verpackungen und deren Auswirkungen auf die betriebliche Praxis.

Deutlich wurde im Gespräch auch die besondere Stellung des Unternehmens in der Region. Mit seiner Spezialisierung auf die Verarbeitung und Konservierung von Gemüse, den beachtlichen Produktionsmengen und seiner europaweiten Tätigkeit ist Durach ein außergewöhnlicher Lebensmittelproduzent im regionalen Wirtschaftsgefüge. Gleichzeitig ist das Unternehmen fest in Sand verwurzelt und als Arbeitgeber von Bedeutung für die Gemeinde und das nähere Umfeld.

Mit dieser Verwurzelung geht für die Geschäftsführung auch eine besondere Verantwortung gegenüber den Menschen einher, die in unmittelbarer Nähe zum Betrieb leben. Der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner und ein möglichst verträgliches Miteinander von Produktion und Wohnumfeld haben für das Unternehmen einen hohen Stellenwert. Gerade bei Themen wie dem Lärmschutz ist es Durach wichtig, die Auswirkungen des laufenden Betriebs auf das Umfeld im Blick zu behalten und die Interessen der Nachbarschaft zu berücksichtigen.

Anschließend ging es direkt in die Produktion. Dort erhielt die umweltpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsschritte – von der Verarbeitung der Rohwaren bis zum fertigen Glas. Besonders interessant war dabei zu sehen, wie viel Handarbeit trotz moderner Produktionsanlagen weiterhin erforderlich ist. So werden bestimmte Gläser teilweise noch von Hand befüllt.

Am Standort in Sand werden jährlich rund 35.000 Tonnen produziert. Das Unternehmen stellt Konserven für verschiedene Marken her, darunter Essiggurken, Mixed Pickles, Rote Beete und Sauerkraut, und ist europaweit tätig. Rund 80 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten am Standort. Hinzu kommen etwa 120 Saisonarbeitskräfte, die während der Saison von Juni bis März des Folgejahres beschäftigt sind.

„Es ist beeindruckend, welche Mengen hier in Sand verarbeitet werden und wie viele einzelne Arbeitsschritte notwendig sind, bis ein fertiges Produkt im Regal steht. Gleichzeitig wurde im Gespräch deutlich, wie wichtig praxistaugliche politische Rahmenbedingungen für unsere heimischen Unternehmen sind“, erklärte Jakob nach dem Rundgang.

Die Abgeordnete bedankte sich bei Günter Durach jun. und Stefan Tarnowski für den offenen Austausch und die Einblicke hinter die Kulissen. „Gerade der direkte Austausch mit den Betrieben vor Ort ist für meine politische Arbeit sehr wertvoll. Ich freue mich, ein solches Unternehmen in meiner Heimatkommune zu haben, und stehe auch künftig sehr gerne für den weiteren Austausch zur Verfügung.“