Landtagsabgeordnete Marina Jakob sieht moderne Arbeitsbedingungen und eine leistungsfähige Wasserwirtschaft im Mittelpunkt
Die Flussmeisterstelle Günzburg soll umfassend saniert und neu gestaltet werden. Für die Baumaßnahme des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth sind Gesamtkosten von rund 21,1 Millionen Euro vorgesehen. Darüber informiert Landtagsabgeordnete Marina Jakob. Sie unterstreicht die Bedeutung der Investition für den Hochwasserschutz, die Sicherheit der Bevölkerung und eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft in der Region.
Die Flussmeisterstelle Günzburg übernimmt wichtige Aufgaben beim Unterhalt staatlicher Gewässer, bei der Betreuung von Hochwasserschutzanlagen sowie bei Maßnahmen an Gewässern und Grundstücken. Gerade angesichts zunehmender Anforderungen an den Hochwasserschutz und die Gewässerunterhaltung ist eine leistungsfähige technische und organisatorische Infrastruktur unverzichtbar.
Die bestehenden Gebäude sind inzwischen stark sanierungsbedürftig. Insbesondere bei der Arbeitssicherheit, beim Brandschutz und bei der energetischen Ausstattung bestehen erhebliche Defizite. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Räumlichkeiten den heutigen betrieblichen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Einzelne Gebäudeteile befinden sich in einem so schlechten Zustand, dass bereits umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen notwendig waren.
„Als Sprecherin für Umwelt und Verbraucherschutz ist es mir besonders wichtig, dass wir unsere Wasserwirtschaft und den Hochwasserschutz langfristig stärken. Die Menschen in unserer Region müssen sich darauf verlassen können, dass unsere Gewässer und Hochwasserschutzanlagen zuverlässig betreut werden. Dafür brauchen die Beschäftigten moderne, sichere und funktionale Arbeitsbedingungen. Die Investition in Günzburg ist deshalb auch eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und in den Schutz unserer Umwelt“, betont Marina Jakob.
Entstehen sollen ein modernes Verwaltungsgebäude sowie ein Werkstattgebäude mit zeitgemäßen Arbeits-, Lager- und Funktionsflächen. Vorgesehen sind unter anderem neue Büro- und Sozialräume, Werkstätten, Fahrzeughallen und Lagerflächen sowie die erforderliche technische Ausstattung.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer energieeffizienten Bauweise. Die Gebäude sind als Holz-Hybridbauten mit hohem Holzanteil geplant. Ergänzend sind moderne Gebäudetechnik, eine Wärmepumpenlösung und Photovoltaikanlagen vorgesehen. Auch die Anforderungen an die Hochwassersicherheit des Standorts werden berücksichtigt.
„Umwelt- und Klimaschutz müssen auch bei staatlichen Bauvorhaben eine zentrale Rolle spielen. Deshalb ist es richtig, bei der Neugestaltung auf energieeffiziente Technik, nachhaltige Baustoffe und eine langfristig wirtschaftliche Nutzung zu setzen. Der Staat muss bei seinen eigenen Gebäuden mit gutem Beispiel vorangehen“, so Jakob.
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich nach dem Baupreisstand des ersten Quartals 2026 auf 21.095.000 Euro. Davon entfallen rund 13 Millionen Euro auf die Bauwerkskosten und rund 6 Millionen Euro auf weitere Projektkosten. Zusätzlich sind eine Risikovorsorge von rund 1,43 Millionen Euro sowie Auslagerungskosten von 650.000 Euro eingeplant.
Die Investition ist notwendig, um die gesetzlichen Anforderungen an den Betrieb zu erfüllen, die Arbeitssicherheit dauerhaft zu gewährleisten und die Einsatzfähigkeit der Flussmeisterstelle langfristig sicherzustellen. „Die vergangenen Hochwasserereignisse haben uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig funktionierende Strukturen im Hochwasserschutz sind. Wer hier investiert, handelt vorausschauend. Es geht nicht nur um Gebäude, sondern vor allem darum, dass die Fachkräfte vor Ort ihre wichtige Arbeit auch künftig zuverlässig leisten können“, erklärt Jakob abschließend.
Die Baumaßnahme soll nach der vorliegenden Planung im vierten Quartal 2027 beginnen. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2030 vorgesehen.